
OTC-Markt
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Das Interesse an rezeptfrei erhältlichen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Selbstmedikation steigt stetig. Die Marktdaten des jährlich wachsenden OTC-Marktes belegen diesen Trend eindrucksvoll.
- Öffentlicher Apothekenmarkt in Österreich 2010
Mit einem Gesamtumsatz von 4.184,6 Millionen Euro verzeichnete der Apothekenmarkt im Jahr 2010 insgesamt ein Umsatzplus von 2%. Der OTC-Markt zeigte ein Plus von 4%. 13,4 Prozent des Umsatzes machte der Apothekenmarkt im Jahr 2010 mit OTC-Produkten.
Ein geringer Anteil, nämlich 6,7% des OTC-Marktes, entfällt auf verordnete rezeptfreie Arzneimittel. 93,3% der OTC-Produkte werden hingegen im Rahmen der Selbstmedikation erworben.
- Interesse an nicht registrierten OTC-Produkten steigt
Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete 2010 die Selbstmedikation mit nicht registrierten OTC-Produkten. Zu den nicht registrierten OTC-Produkten zählen die Produktgruppen Nahrungsergänzungsmittel, diätetische Lebensmittel, Medizinprodukte und Kosmetika. Mit einem Plus von 8,9% erreichten diese Produktgruppen einen Anteil von 37,6% am gesamten OTC-Markt. Zum Vergleich: 2003 machte der Anteil der nicht registrierten Produkte knapp 23% aus. Das Wachstum der Selbstmedikation mit registrierten OTC-Arzneimitteln betrug 2010 1,1%.
- Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Die Top-Seller
Seit Jahren ist klar erkennbar, bei welchen Erkrankungen die Konsumenten in Österreich bevorzugt zu OTC-Produkten greifen: Vor allem bei Husten und Erkältungskrankheiten ist die Selbstmedikation die erste Wahl.
Husten- und Erkältungsmittel nehmen am Selbstmedikationsmarkt einen Anteil von 23,1% ein, gefolgt von Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungszusätzen (14,2%) und Schmerz- und Rheumamitteln (11,6%). Insgesamt decken diese drei Produktgruppen fast 50% des Selbstmedikationsmarktes ab.
Ein zweistelliges Wachstum verzeichnete 2010 der Sektor der Magen- und Verdauungsmittel mit einem Plus von 11,2%. Überdurchschnittlich gewachsen sind auch die Bereiche der Beruhigungs-, Schlafmittel und Stimmungsaufheller (plus 9,9%), die Mittel für die Blase und für die Fortpflanzungsorgane (plus 9,3%) sowie Tonika/Geriatrie/Melisse/Immunstimulanzien (plus 8,8%).
Eine kurze Zusammenfassung der Marktdaten 2010 finden Sie hier.
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