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- Was ist Selbstmedikation?
Selbstmedikation bedeutet, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen: Menschen wählen in eigener Verantwortung und aus eigener Erfahrung ein Arzneimittel zur Vorbeugung oder zur Behandlung von geringfügigeren Gesundheitsstörungen.
- Welche Vorteile hat Selbstmedikation?
Die eigenverantwortliche Anwendung selbst gekaufter rezeptfreier Arzneimittel kann das Gesundheitssystem finanziell entlasten und knappe Ressourcen schonen. Voraussetzung für den medizinischen und ökonomischen Nutzen der Selbstmedikation ist der verantwortungsvolle Umgang des Patienten/der Patientin mit auftretenden Gesundheitsstörungen und den passenden OTC-Produkten.
Apotheken können hierzu einen aus gesundheitsökonomischer Perspektive wertvollen Beitrag leisten, indem sie durch Wahrnehmung einer qualifizierten Beratungs- und Kontrollfunktion zur Verbesserung der Anwendungssicherheit rezeptfreier Arzneimittel beitragen.
- Warum wird Selbstmedikation immer wichtiger?
Der moderne Mensch versteht unter "Gesundheit" körperliches und geistiges Wohlbefinden, Fitness, Wellness und gutes Aussehen. Die Menschen setzen sich heute bewusst und aktiv mit Gesundheitsfragen auseinander, das Informationsbedürfnis zu Gesundheitsthemen steigt.
Je informierter und eigenverantwortlicher wir mit unserer Gesundheit umgehen, desto größer wird auch die Bedeutung der Selbstmedikation.
Der einzelne Mensch übernimmt in zunehmendem Maße Eigenverantwortung für seine Gesundheit, und kann sich dabei auf Unterstützung von medizinischem Fachpersonal und Industrie verlassen.
- Wie steht die IGEPHA zum Verkauf von Arzneimitteln außerhalb der Apotheke?
Gesundheitsprodukte, insbesondere zugelassene Arzneimittel, bedürfen der seriösen Beratung durch ausgebildetes Fachpersonal und ein hohes Niveau an qualitätssichernden Maßnahmen.
Diese Voraussetzungen können derzeit am besten in den Apotheken erfüllt werden. Im Sinne der Konsumentensicherheit lehnt die IGEPHA daher eine unkritische Liberalisierung des OTC-Marktes in Hinblick auf Öffnung zusätzlicher Vertriebskanäle ab.
- Wie unterstützt die IGEPHA die Apotheken?
Den österreichischen Apotheken kommt bei der Abgabe von qualitativ hochwertigen OTC-Produkten und der Beratung der Patienten eine entscheidende Rolle zu.
Daher bietet die IGEPHA als Vertreter der Selbstmedikations-Industrie den Apotheken eine partnerschaftliche Kooperation in allen Fragen der Förderung der Selbstmedikation an.
Die Unterstützung der IGEPHA ist breit gefächert und reicht von gemeinsamen politischen Initiativen über Seminare und Informations-Veranstaltungen bis zur Förderung des Networkings zwischen OTC-Industrie und Apotheken.
- Welche gesamtwirtschaftliche Bedeutung kommt der Selbstmedikation zu?
Selbstmedikation ist und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Gesundheitsversorgung. In volkswirtschaftlicher Hinsicht wird ihre Bedeutung mit den knapper werdenden finanziellen Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin ansteigen.
Eine Studie hat gezeigt, dass die Österreicher unabhängig vom Rezeptpflichtstatus verantwortungsbewusst mit Arzneimitteln umgehen. Über 90 % der Konsumenten entscheiden bei leichten Erkrankungen* selbst über die Therapie, in über 75% der Fälle werden diese mit Arzneimitteln behandelt.
Stärkere Eigenbeteiligung wird ein Bestandteil gesundheitlicher Versorgung werden – damit wird die Selbstmedikation an Bedeutung gewinnen. Eine Zunahme der Selbstmedikation hätte daher eine positive Wirkung auf das Gesundheitssystem im Ganzen.
* Erkrankungen im Hals-/Nasen-/Ohrenbereich (Husten, Schnupfen, Erkältung),Grippe, Fieber, allgemeine Schmerzen des Bewegungsapparates sowie Kopfschmerzen, Verdauungstrakt, Allergie (Studie IGEPHA Selbstmedikation 2010)
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