
Selbstmedikation
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Selbstmedikation – so persönlich wie unsere Gesundheit
Selbstmedikation ist keine Erfindung der jüngsten Zeit. Schon unsere Vorfahren haben durch die Einnahme und Anwendung von Kräutern, Pillen und Mixturen Linderung ihrer Beschwerden gesucht. Heute sind die eigenverantwortliche Behandlung leichter Erkrankungen, die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens und die Prävention ein wichtiger Bestandteil einer gesundheitsbewussten Lebensgestaltung.
Eine von der IGEPHA 2010 in Auftrag gegebene Marktforschung dokumentiert, dass die Österreicher bereit sind, Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. 93,4 Prozent der befragten Personen gaben an, beim Auftreten einer leichten Erkrankung zunächst selbst über erste Maßnahmen zu entscheiden.
Verwendet wird der Begriff „Selbstmedikation“ bereits seit 1967. Der Sozialmediziner Manfred Pflanz hat diese Bezeichnung anlässlich einer Tagung der AESGP (Association of the European Selfmedication Industry) im deutschen Sprachgebrauch eingeführt.
Selbstmedikation umfasst alle Handlungen, die der Einzelne für sich oder seine Familie vornimmt, um gesund zu bleiben oder geringfügige Erkrankungen wie Erkältungen oder Kopfschmerzen selbst zu behandeln. Dieses Handeln basiert auf dem Wissen und der Information, die ihm zur Verfügung steht.
Wie die von der IGEPHA in Auftrag gegebene Studie zur Selbstmedikation in Österreich zeigte, kann das eigene Bemühen um Gesundheit und Wohlbefinden ganz unterschiedliche Handlungen auslösen. Ein Teil der Befragten wartet ab, wie sich die Beschwerden entwickeln, andere nehmen Medikamente, die sich bereits in der Hausapotheke befinden, oder greifen zu Hausmitteln. Eine weitere Gruppe lässt sich in einer Apotheke beraten, wieder andere gehen zum Arzt.
Von zentraler Bedeutung sind folgende Ergebnisse der IGEPHA Marktforschung:
- Selbstmedikation ist eine vom Konsumenten akzeptierte Möglichkeit, bei leichten Beschwerden selbst bzw. mit Beratung der Apotheker erste Maßnahmen zu setzen.
- Leichte Beschwerden werden in der Mehrheit (zu 77,5%) mit Arzneimitteln behandelt.
- Die Apotheke ist für die Österreicher ein „kompetenter Ort der Beratung“.
Voraussetzung für ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement und damit auch für eine verantwortungsvolle Selbstmedikation ist in jedem Fall der Zugang zu zuverlässiger Information, professioneller Beratung und zu qualitativ hochwertigen Produkten.
Zur Selbstmedikation eignen sich neben rezeptfreien Arzneimitteln auch:
- Medizinprodukte
- Kosmetische Mittel mit Gesundheitsanspruch
- Biozid-Produkte mit Gesundheitsanspruch
- Lebensmittel mit gesundheitsbezogener Wirkung
- Nahrungsergänzungsmittel
- Diätetische Lebensmittel
- Novel Food mit Gesundheitsanspruch
- Functional Food (Nutraceutical)
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