
Selbstmedikation International
> Selbstmedikation International
Der Trend zur Selbstmedikation ist weltweit erkennbar. Sowohl in den Staaten Europas als auch auf den anderen Kontinenten zeigen immer mehr Menschen Interesse daran, eigenständig Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu übernehmen.
Für die IGEPHA und ihre Mitglieder sind die internationale Zusammenarbeit, der Wissensaustausch und die Mitsprache auf europäischer und weltweiter Ebene von großer Bedeutung.
- Selbstmedikation europaweit: AESGP
In Europa vertritt der Europäische Verband der Arzneimittelhersteller, die AESGP (Association Européene des Spécialités Pharmaceutique Grand Public), die Interessen der Selbstmedikation und der Selbstmedikationsindustrie. Die AESGP mit Sitz in Brüssel umfasst 28 Verbände – darunter auch die IGEPHA – und viele Unternehmen, die europaweit mit der Herstellung und dem Vertrieb rezeptfreier Arzneimittel und Gesundheitsprodukten befasst sind.
Ihre Aufgabe sieht die AESGP darin, die Interessen ihrer Mitglieder dahingehend zu vertreten, dass den Konsumenten der Zugang zu qualitativ hochwertigen, sicheren und wirkungsvollen Produkten zur Selbstmedikation erleichtert wird. Die AESGP setzt sich für ein Klima ein, in dem das Wachstum des Selbstmedikationsmarktes gefördert wird.
Die AESGP veranstaltet Konferenzen und Workshops und lädt einmal im Jahr zu einem Jahrestreffen ein. Bei diesen Veranstaltungen informieren und diskutieren hochrangige Experten über die aktuellen Trends, Chancen und Risiken des Selbstmedikationsmarktes.
Außerdem veröffentlicht die AESGP jährlich die umfangreiche Broschüre „The Legal und Regulatory Framework for Non-Prescription Medicines“ mit topaktuellen Zahlen zum europäischen Pharmamarkt.
Österreichische Vertreter aus den IGEPHA Mitgliedsfirmen arbeiten in den AESGP-Committees mit und beteiligen sich dadurch aktiv an der Mitgestaltung der Rahmenbedingungen für die Selbstmedikationsindustrie in Europa und in Österreich.
Die AESGP gilt bei den EU-Institutionen als besonders aktive Vereinigung, die sich an der regen Gesundheitsdebatte mit treffenden Argumenten und ausgewogenen Stellungnahmen beteiligt. Die Anliegen der Selbstmedikationsindustrie werden dadurch europaweit bestmöglich artikuliert.
Unter dem Titel „Smart Regulation 2015“ setzt sich die AESGP auf den Ebenen „Kommunikation“, „Preisgestaltung“, „Arzneimittelsicherheit“ und „Marktzugang“ für Erleichterungen am Selbstmedikationsmarkt ein – die einzelnen Schritte am Weg zur Smart Regulation werden auch von der IGEPHA unterstützt.
Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Selbstmedikation hat die AESGP eine Reihe von Vorschlägen formuliert. Dazu zählen unter anderem folgende Forderungen:
- Beschleunigte Markteinführung durch gegenseitige Anerkennung und dezentrale Verfahren
- Werbe-Erlaubnis für alle OTC-Produkte
- Konsumentenfreundliche Informationen
- Automatische europaweite Zulassung von rezeptfreien Arzneimitteln mit bekannten Substanzen, sobald die Zulassung in einem EU-Mitgliedsstaat erfolgt ist
- Zentrale Verfügbarkeit von Datenmaterial zu bereits etablierten pharmazeutischen Substanzen
- Selbstmedikation weltweit: WSMI
Über ihre Mitgliedschaft bei der AESGP ist die IGEPHA auch in der 1970 gegründeten WSMI (World Self-Medication Industry) vertreten, die weltweit die Interessen der Selbstmedikationsindustrie koordiniert. Die WSMI hat ihren Sitz in Genf und ist als NGO bei der WHO anerkannt.
Die WSMI ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Vereinigungen, welche die Hersteller und Vertriebsorganisationen von rezeptfreien Gesundheitsprodukten auf allen Kontinenten repräsentieren. Die WSMI vertritt die Interessen der Selbstmedikationsindustrie bei der WHO und bei anderen internationalen Organisationen.
Die WSMI verweist darauf, wie wichtig es ist, dass die Bürger Verantwortung für ihre Gesundheitsvorsorge und die Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln übernehmen.
In enger Zusammenarbeit mit der WHO und anderen internationalen Organisationen und in zahlreichen Publikationen setzt sich die WSMI für die globale Gesundheit ein. Ein breiter Zugang zu rezeptfreien Medikamenten kann – so der Standpunkt der WSMI – die Menschen auf allen Ländern der Erde dabei unterstützen, ein gesundes Leben zu führen.
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